FAQ Freiläufe

Im folgenden Abschnitt finden Sie Antworten auf die gängigsten Fragen zum Thema Freiläufe.

Sollten Sie Fragen haben, die hier nicht beantwortet werden, können Sie uns diese gern über eine Anfrage zukommen lassen.

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Fragen zum Thema Freiläufe

1. Die angegebenen Toleranzwerte (siehe DIN-Maßtabelle) müssen eingehalten werden.

2. Die zulässige Betriebstemperatur darf nicht über- bzw. unterschritten werden.

3. Freiläufe ohne Dichtung müssen immer ausreichend geschmiert sein.

4. Drehmomentspitzen nicht übersteigen.

5. Zulässige Drehzahl nicht überschreiten.

6. Freiläufe, die nicht schon mit einem Lager ab Werk ausgestattet sind, bedürfen einer Lagerung.

7. Die Freiläufe mit Lagerung dürfen nicht über die Kugel eingepresst werden.

8. Im Einsatz als Rücklaufsperre darf diese nur bei stillstehender und lastfreier Anlage gelöst werden.

9. Drehrichtung beachten.

10. Montage nur durch geschultes Fachpersonal.

Bitte beachten Sie auch die entsprechenden Einbauhinweise/Montagehinweise unter den jeweiligen Baureihen.

Bei Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter sehr gerne zur Verfügung.

In seiner Grundform besteht ein Freilauf als sog. Einbauelement aus einer definierten Anzahl von Klemmelementen, einem Käfig, der die Klemmkörper am Umfang verteilt, und aus einer Feder, die einen ständigen Reibkontakt zwischen den Klemmelementen und den Anschlussteilen sicherstellt.

Kombinationen dieser Einbauelemente mit Ringen, Lagerung und Dichtungen führen zu verschiedenen Komplettlösungen.

Unsere Einbauelemente sind alternativ mit 2 unterschiedlichen Federsystemen ausgestattet:

1. Mäanderfeder, eine aufwendige Einzelanfederung aller Klemmelemente;
2. Z-Feder, eine einfach aufgebaute Zugfeder, die alle Klemmkörper umfasst und gemeinsam anfedert. Zur Kennzeichnung muss das Nachsetzzeichen „Z“ angegeben werden.

Grundsätzlich gilt folgende Empfehlung:

Schaltfreilauf = Mäanderfeder
Überholkupplung = Z- oder Mäander-Feder
Rücklaufsperre = Z-Feder

Z-Feder (= Zugfeder), eine Ringfeder, die alle Klemmkörper umfasst und gemeinsam anfedert. Zur Kennzeichnung muss das Nachsetzzeichen „Z“ angegeben werden.

Das maximal zulässige Drehmoment wird einerseits von der Baugröße des Freilaufs und andererseits von den Wanddicken und Festigkeiten der Anschlussteile beeinflusst.

Die Anforderungen an die Anschlussteile sind sehr unterschiedlich – je nach gewählter Freilaufbauform. Eine Übersicht finden Sie hier:

Grundsätzlich können Freiläufe mit Öl oder Fett geschmiert werden.

Bei Ölbadschmierung reicht es aus, wenn der Freilauf im Stillstand bis zu 1/3 im Ölbad steht.

Bei Fettschmierung ist besonders darauf zu achten, dass der Freilauf nicht überfettet wird. Eine vollständige Fettbefüllung kann zu Schaltfehlern und zur Überlastung des Freilaufs führen.

Reibwertmindernde Additive (z.B. MoS2) sind nicht zulässig.

Eine Auswahl empfohlener und getesteter Schmierstoffe können Sie unseren Schmierstoffhinweisen entnehmen.

Abgedichtete Freiläufe können bis zu 110 °C eingesetzt werden.
Für offene Ausführungen sind max. 160 °C zulässig.
Die Anlasstemperatur von 100 Cr 6 (Klemmkörper, Laufringe, Kugeln) liegt bei ca. 180 °C.

Vorsicht ist bei Typen mit Kunststoffkäfig geboten:
Die Baureihen FE 453 Z und FE 422 Z und alle Komplettfreiläufe, die diese Einbauelemente als Komponenten enthalten, sowie alle Kugellagerfreiläufe besitzen einen Kunststoffkäfig, der bis zu max. 140 °C eingesetzt werden kann.

Bei sehr tiefen Temperaturen ist besonders auf den Schmierstoff zu achten. Hier können zu große Fettmengen besonders schnell zu Problemen beim „Kaltstart“ führen. Im Rahmen der FVA wurden Schaltversuche bei sehr tiefen Temperaturen bis -40 °C durchgeführt und es wurden keine grundsätzlichen Einschränkungen festgestellt.

Die abgedichteten Bauformen (62xx-2RS, FND, FPD, RA) sind wartungsfrei, bei den anderen ist die zu erwartende Schmierstoffverschmutzung durch den Kunden abzuschätzen. Normalerweise genügt auch hier die Erstbefettung/Ölung bei der Montage. Bei Einbau in Getrieben reichen üblicherweise die turnusmäßigen Getriebeölwechsel aus.

Nein, die Abschaltung muss mit einer gesonderten mechanischen oder elektronischen Schaltkupplung realisiert werden. Eine Kraftflussumkehr ist nicht möglich, GMN Klemmkörperfreiläufe wirken immer nur in eine Richtung.

Nein! Dünnflüssigere Stoffe wie z.B. Wasser, wässerige Emulsionen, Benzin, leichtes Heizöl, Lösemittel usw. sickern unter der Dichtung durch, auch Drücke können nicht gedichtet werden. Die RS-Dichtung ist zur Abdichtung gegen Fett ausgelegt.