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Drehzahlgrenzen

Im eingerollten Zustand, wenn sich die Klemmkörper in Eingriff befinden, haben Klemmkörperfreiläufe theoretisch keine Drehzahlgrenzen. Im Leerlauf- und Überholbetrieb ist der Einfluss von Fliehkräften zu beachten.

Typenreihe 400

Die Klemmelemente können grundsätzlich durch Fliehkrafteinflüsse von der inneren Laufbahn abheben. Ein zuverlässiger Schaltvorgang wäre unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich. Entscheidend für diesen Effekt ist die Eigendrehzahl des Freilauf-Einbauelementes. Diese Eigendrehzahl kann leider nicht exakt vorherbestimmt werden, da sich das Einbauelement an der inneren und der äußeren Laufbahn nur im Reibkontakt (Gleitreibung) mit den Anschlussteilen befindet. Das Einbauelement wird daher nie komplett mit dem rotierenden Teil (z.B. Welle) umlaufen und es wird auch nicht komplett am stehenden Teil haften bleiben, es stellt sich immer eine Differenzdrehzahl ein.

Die im Katalog und auf den Datenblättern angegebenen Grenzdrehzahlen beschreiben die Eigendrehzahl der Einbauelemente, bzw. der Klemmkörper und nicht die maximalen Drehzahlen von Welle oder Nabe. Sie dienen einer Abschätzung, ob Fliehkrafteinflüsse wirksam werden können.

Typenreihe 8000

Das Klemmkörper-Profil unserer Serie 8000 ist andrückend, das heißt bei hohen Drehzahlen erzeugt die Fliehkraft durch die besondere Lage des Massenschwerpunktes auf den Klemmkörper ein andrückendes Moment.

Versuche am Institut für Konstruktionstechnik (TU Erlangen) haben bei höheren Drehzahlen folgendes Verhalten gezeigt: 

In Ölbadschmierung schwimmen die Freiläufe der Typenreihe FE 8000 unter konstanten Bedingungen bei rotierender Welle (v=const.) bei einer charakteristischen Drehzahl auf einem hydrodynamischen Schmierfilm auf und laufen nur noch sehr langsam um. Bei Fettschmierung wird der gleiche Effekt auf einem etwas höheren Drehzahlniveau beobachtet. 

  

Die charakteristische Drehzahl ist unter anderem abhängig von der Baugröße, von der Grundölviskosität des Schmierstoffes und von Temperatureinflüssen! Der Leerlaufverschleiß ist unter diesen Betriebsbedingungen minimal.

Bei Schaltfreiläufen mit relativ häufigen Schaltvorgängen baut sich wegen der wechselnden Betriebsbedingungen kein hydrodynamischer Schmierfilm auf. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an unseren technischen Beratungsdienst.

 

 

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