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Technik


Herstellung

Die Labyrinthdichtungen aus Metall sind durch zwei metallische Werkstoffe unterschiedlicher Festigkeit gekennzeichnet. In einerm speziellen Herstellungsprozess wird zwischen einem Innenring aus Stahl und einem Außenring aus Aluminium entlang einer Labyrinthgeometrie ein enger, horizontaler Spalt erzeugt. 

Werkstoff

Innenring: einfacher Baustahl
Außenring: Aluminium - GD AlSi 12

Für Anwendungsfälle mit aggressiven oder korrosiven Medien besteht die Möglichkeit, die Labyrinthringe aus entsprechend beständigen Materialien zu fertigen.

Dichtwirkung

spritzbeaufschlagung   


Spritzbeaufschlagung

Flüssigkeiten, Öl, Kühlmittel, Emulsionen
 

Körnige Verschmutzungen
Späne, Staub 

- Spalthöhe

Das Funktionsprinzip beürhungsloser Dichtungen basiert auf der Höhe des Dichtspalts zwischen Innenring und Außenring. Eine geringe Spalthöhe optimiert die Leistung der Dichtungskomponente.

Je enger die Spalthöhe gestaltet ist, umso geringer ist die Fläche (Ringspalt), über die auftreffende Flüssigkeitspartikel in die Dichtung eindringen können. In Abhängigkeit von Menge und Geschwindigkeit (Intensität) der Beaufschlagung ist unter Umständen ein zusätzlicher Schutz des Spaltes vor direkter Beaufschlagung empfehlenswert.

Ein enger Dichtspalt erzeugt darüber hinaus bei steigender Umfangsgeschwindigkeit ein Luftpolster, das die Wirksamkeit der Dichtung zusätzlich unterstützt.

GMN Labyrinthdichtungen aus Metall erzielen aufgrund einer konstant geringen Spalthöhe entlang der gesamten Labyrinthgeometrie von 0,2 - 0,5 mm (je nach Baugröße) höchste Wirksamkeit.

- Labyrinth

Die Labyrinthgeometrie wirkt als Barriere gegen alle Flüssigkeits- und Staubpartikel. Die Partikel prallen gegen das Labyrinth und werden abgebremst. Die Richtungswechsel im Labyrinth machen ein Passieren der Dichtung fast unmöglich.

Die Metalldichtung realsiert auf kleinstem Bauraum 1-4-stufige Labyrinthe (je nach Baugröße). Ein spezieller Herstellungsprozess garantiert dabei die 100-%ige Übereinstimmung der Labyrinthgeometrie zwischen Außen- und Innenring.  

 

Gestaltung der Abflussnut bei der "M"-Ausführung

abflussnut   

 

Die Type "M" weist am Umfang Nuten auf, die eventuell eingedrungenes Medium in eine Ringnut im Kundenteil abschleudert und über eine Rückführbohrung definiert abführt.

Die Querschnitte der Nut und der Abflussbohrung müssen ausreichend dimensioniert werden, um einen Rückstau zu vermeiden.


Axial- und Radialspiel

axialspiel   

Sax = 0,35 - 1,0 mm
(je nach Baugröße) - siehe Datenblätter

Das Axialspiel im montierten Zustand beschreibt die gesamte axiale Beweglichkeit von einer Endposition zur anderen.
Axiale (Sax) und radiale (Sr) Ausrichtung haben nahezu das gleiche Maß. Sie beeinflussen sich gegenseitig. 

Sr =  Sax
tan 42,5°

Die Dichtungen müssen mittig eingebaut werden, somit steht der Wert des halben Axialspiels in beide Richtungen zur Verfügung.

Drehzahlgrenzen

Bei steigenden Umfangsgeschwindigkeiten kann sich der auf die Welle aufgepresset Innenring - in Abhängigkeit von Masse und Drehzahl - aufweiten und den erforderlichen Kontakt zur Welle verlieren (Abhebedrehzahl).

Diese Drehzahlgrenze wird nur selten erreicht. Durch die Verstärkung des Presssitzes kann die maximale Drehzahzl zusätzlich gesteigert werden. Das Diagramm zeigt die Drehzahlgrenze in Abhängigkeit von der Baugröße.

drehzahlgrenzen

 

Schutzklasse

Unsere Berührungslosen Dichtungen erfüllen ohne weitere Zusatzmaßnahmen die Schutzklasse IP44 nach DIN 60 529 (IEC 60 529).


 

 

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